Forscher stellten bereits fest, dass das Projekt, insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund, sehr erfolgreich an den organisierten Sport heranführt. So bewirkt Sport ohne begleitende Maßnahmen nicht automatisch eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft. Begleitende und ergänzende Angebote nutzen die Integrationskraft des Sports und übertragen diese ins tägliche Zusammenleben. Diese haben einen partizipativen Charakter und ermöglichen weitreichende Teilhabechancen.

Vor diesem Hintergrund ist ein integrationsförderndes und freizeitpädagogisches Fußball-Mitternachtsturnier geplant, das mit folgenden projektgebundenen Zielsetzungen verbunden ist:

  • Förderung der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund,
  • Stärkung des ehrenamtlichen Engagements von Menschen mit Migrationshintergrund,
  • Heranführung von Menschen mit Migrationshintergrund an den organisierten Sport und Einbindung in die regionalen Sportvereine,
  • interkulturelle Öffnung der Sportvereine und Bildung von Netzwerken mit Migrantenorganisationen,
  • Die Angebote der Vereine und der Freizeitturniere sollen stärker auf die Bedürfnisse und Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund eingehen,
  • Integration in den Sport: Menschen mit Migrationshintergrund sollen als aktive Mitglieder am Vereinsleben mitwirken und dort ehrenamtliche Funktionen und Ämter übernehmen,
  • Netzwerkaufbau und Kooperation von interkulturellen Vereinen, Organisationen und Institutionen,
  • Jugend- und Elternarbeit mit verschiedenen Sprachangeboten,
  • berufliche, schulische Beratung sowie pädagogische Betreuung,
  • Vermittlung von Kontakten und Ansprechpartnern,
  • Gewaltpräventionsmaßnahmen und Drogenaufklärung durch die hiesige Polizei vor Ort,
  • Gesundheitsprävention/-vorsorge sowie Ernährungsberatung.

Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der Sport einen wichtigen Beitrag leisten kann. Denn Sport hat eine besondere Integrationskraft und kann als Integrationsmotor wirken: Er hilft Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen, stärkt das Selbstbewusstsein und vermittelt soziale Kompetenzen. Gemeinsames Sporttreiben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund soll die gegenseitige Toleranz sowie die Teilhabe der Zugewanderten am gesellschaftlichen Leben fördern.

Außerdem ist Sport keine Frage des Alters, des Geschlechts oder der Herkunft. Daher kann er Menschen über Sprach- und Kulturbarrieren hinweg zusammenbringen und das Gemeinschaftsgefühl stärken. Sport hat aber noch mehr zu bieten: Spaß an Bewegung und körperlicher Leistung. Im spielerischen Miteinander fällt es leichter, die deutsche Sprache zu erlernen, gegenseitige Rücksichtnahme zu üben und zu erkennen, dass ein Ziel durch gemeinsame Anstrengungen erreicht werden kann. Im Team zählt jeder Einzelne und wird für seine Leistungen anerkannt.

Insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene finden erfahrungsgemäß viele Angebote für die Freizeitgestaltung und Hilfestellung für ihre persönliche Entwicklung. Ihnen werden soziale Werte wie Fairness, Toleranz und Respekt vermittelt, sie lernen den Umgang mit Sieg und Niederlagen und sich in eine Gruppe einzuordnen. Damit kann der Sport schon früh die Weichen für eine erfolgreiche soziale und gesellschaftliche Integration stellen.

Sport spricht eine universelle Sprache und ermöglicht dadurch Menschen über nationale, kulturelle, religiöse und ethnische Grenzen hinweg, miteinander zu verbinden. Sport fördert Frieden, Verständigung, Respekt und Toleranz.

In Zusammenarbeit mit Partnern – darunter auch Migrantenorganisationen – wird der Integrationsrat das Fußball-Mitternachtsturnier unter dem Motto „Integration durch Sport – Respekt und Toleranz fördern“ ausrichten.

Weitere Infos unter:

http://session.siegburg.de/bi/vo0050.php?__kvonr=3798


Written by Fatih Köylüoglu